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Kinderschutz im Sport – Prävention und Intervention bei sexualisierter Gewalt

Sport ist eine der beliebtesten Freizeitaktivitäten von Kindern und Jugendlichen. In den Berliner Sportvereinen treiben viele tausend Heranwachsende regelmäßig Sport, der von zumeist ehrenamtlichen Trainerinnen und Trainern bzw. Übungsleiterinnen und Übungsleitern pädagogisch angeleitet wird. Nach Familie und Freunden sind diese oftmals die wichtigsten Bezugspersonen für junge Menschen.

Gewalt und sexueller Missbrauch sind ein gesellschaftliches Phänomen, das sich durch viele Lebensbereiche zieht und leider auch vor dem Sport nicht Halt macht. Von Täterinnen und Tätern ist bekannt, dass sie meist strategisch vorgehen und sich gern dort aufhalten, wo sie leicht Kontakt zu Kindern und Jugendlichen aufbauen können. Hier gilt es, die Aufmerksamkeit auch in den Sportvereinen und –verbänden zu schärfen sowie Kinder und Jugendliche vor sexueller Gewalt möglichst wirksam zu schützen.

Ziel ist es, ehren- und hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Sport dafür zu sensibilisieren, Anzeichen von sexuellem Missbrauch ernst zu nehmen und für den Verdachtsfall gewappnet zu sein.

Wir wollen mit Berliner Sportvereinen und Verbänden dafür sorgen, dass der Sportverein Kindern und Jugendlichen einen Schutzraum gegen jegliche Art von Gewalt bietet.

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Ansprechpartnerin für den Kinderschutz im LSB Berlin

Iris Jensen, Tel. 030 30002 -194, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

Handlungsleitfaden "Kinderschutz im Sport" erschienen

Der Handlungsleitfaden, den die Sportjugend Berlin federführend für den Landessportbund Berlin e.V. erstellt hat, bietet eine umfassende Grundlage zur Bearbeitung des Themenfeldes Prävention und Intervention sexualisierter Gewalt im Sport.

Der vollständige Handlungsleitfaden zum Download:

  Handlungsleitfaden "Kinderschutz im Sport"

 

Präventionsnetzwerk "Kein Täter werden"

Das Berliner „Präventionsprojekt Dunkelfeld“ (www.kein-taeter-werden.de) ist ein Projekt zur Prävention sexuellen Kindesmissbrauchs. Es bietet ein kostenloses und durch die Schweigepflicht geschütztes Behandlungsangebot für Menschen, die sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlen und deshalb therapeutische Hilfe suchen, ohne aktuell unter Strafverfolgung wegen sexuellem Kindesmissbrauch oder der Nutzung von Missbrauchsabbildungen (sogenannte Kinderpornografie) zu stehen. Im Rahmen der Therapie erhalten die betroffenen Personen Unterstützung, um sexuelle Übergriffe durch direkten körperlichen Kontakt oder indirekt durch den Konsum oder die Herstellung von Missbrauchsabbildungen im Internet zu verhindern.

Der Berliner Standort des Präventionsprojekts Dunkelfeld ist Initiator und Koordinator des deutschlandweiten Präventionsnetzwerks „Kein Täter werden“. Das Projekt startete im Jahre 2005 in Berlin und umfasst mittlerweile mehrere deutsche Standorte. Dabei garantiert das Präventionsnetzwerk „Kein Täter werden“ gemeinsame Qualitätsstandards. Ziel ist es, ein bundesweites, flächendeckendes therapeutisches Angebot zur Etablierung der primären Prävention sexueller Traumatisierungen von Kindern und Jugendlichen aufzubauen.